Vom Demokratieverständnis des politischen Mitbewerbers

Wer unseren öffentlichen Stammtisch am Dienstag, den 12 Juli 2016 besuchte, kam nicht umher die Gegendemonstranten auf der gegenüberliegenden Straßenseite wahrzunehmen.

Der Grund? Ihnen missfallen unsere demokratischen Ansichten und Programminhalte.

Da man aus diesen aber nichts Verwerfliches rauslesen kann, wird wild interpretiert und es werden abstrakte Gedanken gesponnen, die uns in den Bereich des Rechtsextremismus rücken sollen, nur weil man die „unfehlbaren“ Ansichten der Gegendemonstranten nicht teilt.

So wurde zum Beispiel ein Teilaspekt aus dem Wahlprogramm aus Sachsen-Anhalt (!) herangezogen, welcher die Inklusion als ideologisch motiviertes Großexperiment bezeichnet und ablehnt, um uns eine behindertenfeindliche Gesinnung zu unterstellen und das auch noch in Hadamar!

Den Lesern dieses Beitrags sei an dieser Stelle verraten, dass diese Interpretation natürlich völlig an den Haaren herbeigezogen ist und niemand in der AfD vor hat Behinderte in irgendeiner Art und Weise zu diskriminieren!

In Deutschland gibt es für behinderte Menschen bisher ein Förderschulsystem, welches darauf abzielt diese Menschen bestmöglich auf unseren gesellschaftlichen Alltag vorzubereiten und zu schulen. Inklusion bedeutet diese Menschen aufgrund Chancengleichheit in reguläre Schulen mit einzubeziehen. Das Motiv hierbei, dass niemand aufgrund von Umständen, für die er nichts kann, benachteiligt wird, ist edel, unterstützenswert und richtig! Das Konzept zur Realisierung, die Inklusion, hingegen wurde nicht zu Ende gedacht, diesen Aspekt kritisieren wir.

Als Grundvoraussetzung wäre vorab eine massive Investition in unsere regulären Schulen von Nöten, um diese barrierefrei zu gestalten sowie das Lehrpersonal deutlich aufzustocken. Dies wurde aber nicht gemacht und somit stehen Inklusionsklassen vor unüberwindbaren Hürden. Eine aktuelle Studie aus Brandenburg kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen, weil das Konzept eben nicht zu Ende gedacht wurde und daher kritikwürdig ist, es zu Defiziten in der Wissensvermittlung kommt. Ferner stellte die Studie fest, dass Kinder aus den vorhandenen und speziellen Förderschulen besser abschneiden, als behinderte Kinder aus Inklusionsklassen. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Umkehrtrend von den Eltern behinderter Kinder festgestellt wird wieder hin zu den Förderschulen. Anbei ein Verweis, der dieses Faktum konkretisiert: http://www.news4teachers.de/2016/02/immer-mehr-kritik-immer-mehr-rueckkehrer-an-regelschulen-ernuechterung-ueber-inklusion/

Nun hinzugehen und aus dieser Konzeptkritik uns eine behindertenfeindliche Gesinnung unterstellen zu wollen, ist schlicht und ergreifend falsch, schäbig und diffamierend, wohl eine Kernkompetenz unseres politischen Mitbewerbers…

Auch wir kritisieren im Übrigen den desolaten Zustand an unseren Schulen finden jedoch, dass Bildungskonzepte auch bis zu Ende gedacht werden sollen und vertreten die Ansicht vor sozialen Projekten erst einmal ein vernünftiges Fundament in unseren Schulen zu schaffen, bei welchen Lehrermangel herrscht, Putz von den Wänden bröckelt und zum Teil massive Schadstoffbelastungen vorliegen. http://www.luftanalyse-zentrum.de/schadstoffbelastung-raeume/schadstoffe-klassenzimmer

Des Weiteren wird Anstoß an unseren Gästen genommen. Hierbei gilt es anzumerken, dass man auf ÖFFENTLICHEN Veranstaltungen erst einmal niemand davon abhalten kann diese zu besuchen. Richtigerweise stellte das auch die Linksjugend ´solid Limburg-Weilburg (die Parteijugend der teilweise vom Verfassungsschutz beobachteten Linkspartei) fest, indem sie ihre Anhänger dazu aufrief unserer Veranstaltung beizuwohnen und ein Glas Wasser (damit der Pächter ja nichts verdient) zu trinken. Ferner können wir nicht erraten, welch Geistes Kind sich hinter unseren Besuchern befindet, ggf. hat die Jugend der SED-Nachfolgepartei die Linke dort effizientere Methoden, aufgrund der vorausgegangen Kompetenz im Unrechtsstaat DDR?

Das Rechtsextremisten auf unseren Veranstaltungen NICHT willkommen sind, brachte im Übrigen unser Kreistagsabgeordneter Egon Maurer bereits im März 2016 im Rahmen eines Interviews in der Nassauischen Neuen Presse (NNP) deutlich zum Ausdruck. http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/bdquo-Nazis-wuerde-ich-nicht-dulden-ldquo;art680,1885428

Nun hinzugehen und unserer verfassungstreuen und demokratischen Partei zu unterstellen man wünsche sich die 12 düstersten Jahre unserer deutschen Geschichte zurück, Veranstaltungen zu stören mit dem Ziel künftig keine weiteren mehr durch Angst und Druck durchführen zu können, ist alles andere als demokratische Streit- & Debattenkultur und entspricht eher Vorgehensweisen sowie Methoden von ehem. Organisationen in dessen Nähe man uns zu stellen versucht.

Wir empfehlen daher unserem politischen Mitbewerber ggf. nochmal selbst die Schulbank zu drücken und insbesondere in Geschichte die Ohren zu spitzen!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Euer Online-Team vom AfD Kreisverband Limburg-Weilburg

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