Wir haben in Afghanistan nichts verloren, also haben wir dort auch nichts zu suchen

Die „Afghanen“ ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene muslimische Volksstämme und Clans, die oft untereinander im Kampf liegen. Sie halten aber dann zusammen, wenn raumfremde Mächte ihr Territorium angreifen. Dann schlagen sie als geborene Krieger gemeinsam zu. Diese Erfahrung machten nicht nur die Briten in drei erfolglosen Kriegen im 19. und 20. Jahrhundert – auch die Sowjets zogen 1989 nach 10 Jahren Besatzungskrieg (über 15.000 gefallene Sowjet-Soldaten) geschlagen ab.

Es ist Illusion, das westliche Demokratiemodell auf ein muslimisch geprägtes Stammesdenken und eine islamische Gesellschaftsordnung übertragen zu können, in der Frauen einen absolut untergeordneten Status haben.

Dieser westlichen Illusion sind bisher 56 Bundeswehrsoldaten, 883 europäische und über 1.200 US-Soldaten sowie eine Unzahl afghanischer Kämpfer und eine riesige Zahl afghanischer Zivilisten geopfert worden. Diese Illusion ist gescheitert. Der afghanische Alltag hat sich – leider – nicht geändert.

Es wird Zeit, mit dem Abzug unserer Soldaten zu beginnen.

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